Berlin – Vergangenen Dienstag begann vor dem Landgericht Berlin der Prozess gegen einen 30 Jahre alten Mann, dem Angaben des “Abendblatts” zu Folge Vergewaltigung, sexueller Missbrauch sowie Körperverletzung vorgeworfen wird. Der Angeklagte hätte gestanden, sich im März diesen Jahres an dem 8-jährigen Mädchen auf einer Schultoilette sexuell vergangen zu haben.
Wie das “Abendblatt” berichtet, hätte der Angeklagte die Tat vor Gericht gestanden und am Dienstag zu Prozessbeginn Scham und Reue gezeigt. Über seine Anwälte hätte er erklären lassen, er verstünde noch immer nicht, was er getan hätte und wäre schockiert über das, was geschehen wäre. Des weiteren berichtet das Abendblatt, der Beschuldigte hätte “erhebliche Mengen Alkohol und Kokain konsumiert” und wäre daher “aufgebracht und depressiv” gewesen:
Nach Aussage des Angeklagten hatte er in der Schule, deren Schüler er einst war, einen ehemaligen Lehrer sprechen wollen, der ihn „immer angenommen“ habe. Er habe am Vorabend „erhebliche Mengen Alkohol und Kokain zu sich genommen“ und sei daher „aufgebracht und depressiv“ gewesen, hieß es. Auf der Suche nach dem Lehrer habe er das Mädchen getroffen. Er sei schockiert über das, was geschehen sei, ließ der 30-Jährige erklären. (…)
In einem Brief hat sich der Angeklagte inzwischen bei dem Missbrauchsopfer entschuldigt und Schmerzensgeld angeboten. Der Mutter zufolge hatte die Tochter dazu gesagt, sie wolle kein Geld, sondern: „Der Mann soll ins Gefängnis.“ Das Gericht hat dem Angeklagten zu Prozessauftakt im Falle eines Geständnisses eine Haftstrafe von sechs Jahren und vier Monaten bis sieben Jahren in Aussicht gestellt. Der Prozess wird am 27. Juli fortgesetzt.
Dieser Fall von Kindesmissbrauch lässt durchaus die Frage zu, ob Kinder und Jugendliche in Deutschland an Schulen und anderen Institutionen ausreichend vor gewalttätigen Übergriffen geschützt sind, immerhin ist dies ein Ort, wo sie sehr viel Zeit verbringen. Auch der Hinweis auf den Alkohol- und Drogenkonsum kann nachdenklich stimmen: Ob oder in welchem Ausmaß darf bzw. sollte sich dies strafmildernd auswirken?
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Ich bin der Meinung, dass Schulen weder mehr noch weniger ein Ort sind, wo sowas passieren kann. Es kann einfach überall passieren. Trotz Aufsicht. In dunklen Wäldern genauso wie in Schulen oder unter Aufsicht der Eltern.
Schutz ist nicht durch mehr Bewachung der Kinder möglich, sondern alleine durch geeignetere Prozesse und Urteile zu Ungunsten der Täter. Sodass Kinder sich schnell und frühzeitig trauen, zu reden und die Täter auch wirklich was zu befürchten haben. Ganz deutlich finde ich hier die Aussage des Kindes: Es geht nicht um Geld. Sie möchte geschützt werden und möchte, dass andere Kinder geschützt werden.
Die Frage nach dem Alkohol kann ich dagegen deutlich damit beantworten, dass Alkohol- und Drogen das Strafmaß meiner Meinung nach nicht verringern, sondern erhöhen sollten.
Das Urteil in diesem Fall wird für heute erwartet:
http://www.ka-news.de/nachrichten/schlagzeilen/kurz-gemeldet/Urteil-im-Fall-des-Missbrauchs-auf-Schultoilette-erwartet;art326,933221
Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von sechseinhalb Jahren:
http://www.ka-news.de/nachrichten/schlagzeilen/kurz-gemeldet/Missbrauch-auf-Schultoilette-Sechsjaehrige-Haftstrafe-gefordert;art326,933509
Der Kerl hat 6 Jahre bekommen.
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article108400504/Vergewaltigung-auf-Schultoilette-Sechseinhalb-Jahre-Haft.html
Na geht doch. Warum gehts sonst nicht und die Täter kommen selbst nach jahrelangem Missbrauch mit Bewährungsstrafen davon? Brauchts erst die Medien?
Ich finde die Kleine unglaublich tapfer und toll. Sie hat getan, was getan werden musste und ihre Worte könnte kein Erwachsener besser ausdrücken. Geld ist echt nicht alles, diese Typen müssen weg von der Straße. Kindermund tut Wahrheit kund.