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Parlamentarier von SPD, CDU, Linkspartei und FDP haben in einem fraktionsübergreifenen Antrag die Landesregierung dazu aufgefordert, Kinder und Jugendliche noch besser als bisher vor sexuellem Missbrauch zu schützen.

So soll sich die Landesregierung für die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz einsetzen und sich im Bundesrat für eine Aufhebung der Verjährung bei sexuellem Missbrauch stark machen. Auf Landesebene wollen die Parlamentarier erreichen, dass die Landesregierung den Opfern ausreichende Therapieangebote zur Verfügung stellt.

Außerdem forderten die Abgeordneten der demokratischen Parteien auch eine Entschädigung von Opfern sexueller Gewalt in DDR-Heimen. Diese dürften nicht als Opfer zweiter Klasse behandelt werden, so die Forderung mit Blick auf bereits bestehende Rehabilitationsregelungen für Opfer aus Heimen im Westen. Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) betonte, Kinder dürften nicht als Objekte wahrgenommen werden.

Zwar sei die Sensibilität der Öffentlichkeit gegenüber Missbrauch und sexueller Gewalt deutlich gewachsen. Doch müsse oberstes Ziel die Verhinderung solcher Straftaten sein. “Wir brauchen eine wirkungsvolle Prävention. Und wir müssen unsere Kinder stark und selbstbewusst machen”, so Schwesig weiter. Jedes Kind habe einen Anspruch auf ein gesundes Aufwachsen, sagte Schwesig.

Nach dem Willen des Landtags soll Mecklenburg-Vorpommern die vor einem Jahr gestartete Prozessbegleitung von Kindern und Jugendlichen zu einer dauerhaften Einrichtung machen. Dabei stehen den jungen Kriminalitätsopfern geschulte Sozialpädagogen während der Gerichtsverhandlung zur Seite.

Das Modellprojekt, das im Sommer 2012 ausläuft, soll grundsätzlich im Justizalltag verankert werden. Beschließen konnte es das Parlament nicht, da erst der neue Landtag, der am 4. September gewählt wird, über den Haushalt der nächsten beiden Jahre entscheiden wird. Im ersten Jahr des Modellprojekts wurden 37 junge Kriminalitätsopfer durch die Gerichtsverhandlung begleitet, wie eine Sprecherin des Justizministeriums mitteilte.

Quelle: www.ndr.de

 

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