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Oldenburg – Am 24.0.2.2012 präsentierte der Leiter der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland, Johann Kühme, die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2011 für den entsprechenden Zuständigkeitsbereich und zeigte sich den Angaben zur Folge hinsichtlich der Kriminalitätsentwicklung zufrieden.

Die Anzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sei nahezu identisch geblieben, beim sexuellen Missbrauch von Kindern hingegen wären die Fallzahlen um rund 28 Prozent gestiegen.

Johann Kühme berichtet:

Ich bewerte die Kriminalitätsentwicklung insgesamt positiv, vor allem hinsichtlich des Rückgangs der Gesamtkriminalität um nahezu 10%.

In der gleichen Größenordnung sind z.B. auch die Rohheitsdelikte gesunken, das bedeutet dann auch 10% weniger Opfer. Der Polizei liegt es am Herzen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger sicher fühlen und dazu auch allen Grund haben. Dafür setzen wir uns ein.

Kürzlich hieß es noch, sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen ginge zurück, doch diese Zahlen belegen eindeutig: Nämlich einen Anstieg der bekannt gewordenen Fälle um rund 28 Prozent!

Rein statistisch gesehen bedeutet dies im Umkehrschluss zu dem Gesagten von Kühme, dass 28 Prozent mehr Kinder zu Opfern sexueller Gewalt werden mussten als im Vorjahr. Oder dass nun mehr Fälle von Missbrauch bekannt werden.

Was meint ihr dazu?

Quelle: www.presseportal.de

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5 Kommentare auf “Polizeiliche Kriminalstatistik: Missbrauch nimmt zu”

  1. Sasita sagt:

    Glaub ich nicht, dass die Zahl der betroffenen Kinder gestiegen ist. Ich glaube, dass langsam Arbeit wie unsere fruchtet: Aufklärung und Präventionsprojekte kommen endlich in Gang. Mehr und mehr. Und deswegen werden endlich mehr Fälle bekannt. Das heißt für mich, dass Dunkelziffer kleiner wird!
    Macht die Sache an sich nicht besser, aber trotzdem ist die Entwicklung vermutlich positiv.

  2. Katja sagt:

    Hallo Sasita,
    vielen Dank für deine Sichtweise, ja ich denke auch, dass nun endlich mehr Fälle das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Das gibt Mut, dass unsere Arbeit doch etwas bewirkt.
    Grüße, Katja

  3. Pu sagt:

    Ich glaube, dass die Interpretation über mehr oder weniger Missbrauchsfälle aus den Daten der Kriminalstatistik heraus genauso unsicher und unzulässig ist wie die aus dem Datenbestand unserer Politiker.

    Fakt ist: Das Problem besteht weiterhin. Es gibt keine Entwarnung.

  4. Katja sagt:

    “Spiegel Online” greift dieses Thema erneut auf und berichtet aktuell:
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kriminalitaetsstatistik-sexueller-missbrauch-von-kindern-nimmt-zu-a-832972.html
    Liebe Grüße, Katja

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