Er hatte vor 15 Jahren einen 14-Jährigen sexuell missbraucht. Das Opfer behielt sein scheußliches Erlebnis für sich und vertraute sich erst 2010 seiner Mutter an, die sofort die Polizei einschaltete.
Vor Gericht war der Paderborner, der in jungen Jahren mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs von Jüngeren verurteilt und bestraft wurde, voll geständig. Er habe wohl körperliche Nähe und Anerkennung gesucht, versuchte der 37-Jährige seine Taten gestern zu erklären.
Dass er selbst als Kind während seiner diversen Aufenthalte in Heimen sexuell missbraucht worden sei, dazu wollte der sichtlich stark betroffene Angeklagte gestern selbst nichts sagen.
Sein Anwalt wusste jedoch von entsprechend schwierigen Lebensumständen zu berichten. Mittlerweile scheint der Paderborner sein Leben im Griff zu haben. Die letzte einschlägige Tat liegt neun Jahre zurück.
Damals hatte der forensische Gutachter keinerlei pädophile Neigungen, sondern eine aufgrund seiner schwierigen Lebensverhältnisse “dissoziale Persönlichkeit” festgestellt. Eine Phase, die der Paderborner anscheinend überwunden hat. Denn der 37-Jährige, der sich auch beruflich gefestigt hat, hat nun selbst eine Familie gegründet.
Fünf Jahre lang wird ihm auf Antrag von Staatsanwalt Karl Oppenkamp ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt, er muss seinem Opfer 2.500 Euro Schmerzensgeld zahlen und er wurde zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.
Ein mildes Urteil, das, wie der Vorsitzende Richter Friedhelm Sander ausführte, der langen Zeit geschuldet sei, die seit der Tat vergangen ist. Aber auch der positiven Persönlichkeitsentwicklung des Angeklagten, wie der Richter betonte.
Quelle: www.nw-news.de
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… das opfer hat lebenslänglich … während der täter auf bewährung davon kommt …
was ist das für eine JUSTIZ ?