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Therapie

Eine Borderlinestörung kann kaum direkt durch Medikamente behandelt werden. Sinnvoll ist aber, je nach Intensität der Symptome, gegebenenfalls die Gabe von Lithiumpräparaten (zur Dämpfung der Stimmungsschwankungen), von Antidepressiva (zur Linderung der Depressionen) und/oder von gering dosierten Neuroleptika (um psychotische Symptome aufzufangen).

Aus dem Spektrum der psychotherapeutischen Methoden kommen Verhaltens-, Sozial- und Gruppentherapien und vor allem tiefenpsychologische Psychotherapien mit entsprechender Modifikation der klassischen Technik zum Einsatz.

Alle Behandlungsmethoden haben ein gemeinsames Ziel im Auge: effektives Leben in einer Welt, die als weniger geheimnisvoll, weniger schädlich und damit als angenehmer wahrgenommen wird.
Der wichtigste Teil einer Therapie ist die Beziehung zwischen Patient und Therapeut. Diese Wechselbeziehung bildet die Grundlage für Vertrauen, Objektkonstanz und emotionale Intimität. Der Therapeut muss zu einer Vertrauensfigur werden, ein Spiegel, der die sich entwickelnde, beständige Identität wiederspiegelt. Mit dieser Beziehung am Anfang lernt der Borderline-Patient, die passenden Erwartungen und sein Vertrauen auch auf andere zu erweitern.

Der Therapeut wird die Aufmerksamkeit des Patienten auf bestimmte zu überprüfende Bereiche lenken und nicht danach trachten, ihn zu kontrollieren. Obwohl der Therapeut die Rolle des Navigators übernimmt, auf Landschaften, die von Interesse sein könnten, hinweist und die Reise um stürmische Gefilde herumleitet, ist es der Patient, der fest im Pilotensessel sitzen muss. Die Familie und andere wichtige Bezugspersonen werden bei dieser Reise meistens mit einbezogen.

Nähere Informationen, Tipps etc. bekommt Ihr z. B. unter
http://www.borderline-community.de
http://www.borderline-selbsthilfe.de

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