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Wer und Warum

"Wenn eine Patientin sich selber verletzt können wir mit Sicherheit davon ausgehen, dass diese Frau in ihrer Kindheit erheblich verletzt worden ist. Wir wissen nur nicht, wie."(Smith, Cox, Saradjian: Selbstverletzung; S.31)

Ein Trauma, ein schlimmes Ereignis sorgt für ein seelisches Chaos. Wenn man dann nicht die richtige Unterstützung (seelische Hilfestellung, Fürsorge der Eltern, mentale Stabilität der Eltern) bekommt, muß man alleine damit fertig werden. Oftmals kommt es dabei zu Gefühlen von Vernachlässigung und Wertlosigkeit...
Je jünger man zu dem Zeitpunkt des schlimmen Ereignisses ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, später sich selbst zu verletzen. Oft auch werden die Ereignisse verdrängt, scheinbar vergessen. Irgendwann, Jahre später, kann durch ein anderes bedeutsames Ereignis das alte Erlebte wieder "hochkommen". Alte Bilder kommen plötzlich wieder zum Vorschein (Flashbacks). Persönlichkeitsstörungen, Depressionen u.a. basieren häufig auf einem Trauma.

Häufige Traumata sind: Vergewaltigung, sex. Mißbrauch, körperliche Angriffe, Verlust eines Partners, Kindes oder der Bezugsperson.

  • Vernachlässigung, v.a. in seelischer Hinsicht
  • Depressionen: Selbstwertminderung, Selbsthass
  • Persönlichkeitsstörungen: Borderline oder histrionisch (stehen gerne im Mittelpunkt, neigen zu theatralischem Verhalten, fordern alle Aufmerksamkeiten) 
  • Schizophrenie: man gehorcht inneren Stimmen oder versucht sie zum Schweigen zu bringen
  • Selbstverletzung zur Lösung emotionaler Anspannung, es verschafft vorübergehend Erleichterung 
  • Frustration, Gefühle nicht ausdrücken zu können (es kann also als Botschaft betrachtet werden) 
  • Dissoziation: völliges Ausblenden von Gefühlen, man ist nicht "anwesend", wie "abgeschnitten"; Selbstverletzung, um "sich wieder lebendig zu fühlen" 
  • Wut gegen sich selber (da man die Wut gegen den/die TäterIn nicht ausleben kann/darf) 
  • Selbstbestrafung für Gefühle, Schuldgefühle (missbrauchte Menschen übernehmen oft die Anschuldigungen des Täters)
  • Schuldgefühle von Tatzeugen: Schuldgefühle, Ohnmachtsgefühle, Gefühle von Hilflosigkeit 
  • Bestrafung anderer: Selbstverletzung, um zu zeigen, dass man Schaden genommen hat; der Täter sitzt in einem, muß bestraft werden 
  • Re-Inszenierung traumatischer Erlebnisse: um Erfahrungen zu verarbeiten oder aufzulösen; Fürsorge der Gegenwart dient auch zur Heilung der Wunden der Vergangenheit

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