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07.11.15 12:02

Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch und dessen Darstellung im Internet

gegen-missbrauch e.V. ist neuer Bündnispartner von WhiteIT – Alliance for Children

Das 2009 vom niedersächsischen Innenministerium initiierte Bündnis WhiteIT hat sich zum Ziel gesetzt, Kindesmissbrauch und dessen Darstellung im Internet bestmöglich zu bekämpfen. Über 70 Partner aus Wirtschaft, öffentlicher Hand, Strafverfolgungsbehörden, Gewerkschaften, Vereine und Opferschutzverbände gehören dem Bündnis mittlerweile an.

Auf dem diesjährigen White IT-Symposium Anfang November wurde gegen-missbrauch e.V. offiziell als neuer Bündnispartner vorgestellt. Der Verein, der sich seit 12 Jahren bundesweit gegen sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen einsetzt, möchte hiermit ein Zeichen setzten. Ingo Fock, 1.Vorsitzender des Vereins gegen-missbrauch erklärt: „Die Betroffenenperspektive darf in einemBündnis, welches sich für die Bekämpfung von Missbrauchsabbildungen im Internet stark macht,nicht fehlen. Mit technischen Lösungen allein kommen wir hier nicht weiter.“

Wie wichtig so ein Bündnis ist, wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass laut den Vereinten Nationen und dem FBI in jeder Sekunde etwa 750.000 Pädokriminelle im Internet unterwegs sind. Die Zusammenarbeit mit WhiteIT ist für den Betroffenenverein gegen-missbrauch nicht neu. Schon zu mehreren WhiteIT Veranstaltungen war Ingo Fock als Gastreferent zum Thema sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen geladen.

Auf dem diesjährigen White IT-Symposium berichtete Ingo Fock über die Situation der Betroffenen fast vier Jahre nach Beendigung des Runden Tisches und die bisher mangelhafte Umsetzung der Empfehlungen. Noch immer gibt es z.B. eine Unterversorgung an Fachberatungsstellen für Opfersexualisierter Gewalt. Auch die dringend erforderliche Reformierung des SozialenEntschädigungsrechts lässt auf sich warten.

Auch zum neuen Bündnis gibt es durchaus kritische Töne von Ingo Fock: „Dafür, dass das Bündnis bereits seit 6 Jahren existiert und schon viele namhafte Partner für sich gewinnen konnte, ist noch viel zu wenig erreicht worden. Wir hoffen nun mit eigenen Ideen und konstruktiver Kritik neuen Schwung in die Bündnisarbeit zu bringen.“

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