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Wege der Verbreitung

Angeboten wird Kinderpornografie überwiegend durch verschlüsselte Anzeigen in Sex- und Kontaktmagazinen. Auch in gewöhnlichen Tageszeitungen, Stadtteilblättern oder Zeitschriften tauchen Anzeigen auf, die harmlos klingen.

Viele dieser Anzeigen sind wirklich harmlos. Aber genau das nützen Täter aus: Sie verstecken sich in der Normalität und das ist schwer zu durchschauen. Angegeben ist meist eine Bestelladresse, in der Regel postlagernd, oft im benachbarten Ausland - Vorkasse ist Bedingung.

So erfährt der Besteller nichts über den Anbieter. Nicht immer bekommt er dann auch, was er sich vorgestellt hat. Videos, auf denen nichts zu erkennen ist, mindere Bildqualität, aber der Besteller kann sich ja schlecht bei der Polizei beschweren.

In jüngster Zeit hört man viel über "Kinderpornografie im Internet". Was steckt dahinter?
Kinderpornografische Fotos oder Filmsequenzen werden digital über Datennetze verbreitet. Die Mehrzahl der Bilder werden nicht im world wide web (www) in Umlauf gebracht, sondern werden in geschlossenen Newsgroups, Chat-Räumen oder Peer-to-Peer (P2P) Netzwerken angeboten oder getauscht. Ein gewinnorientierter Handel mit Kinderpornografie wurde bislang noch nicht festgestellt. Das Internet fungiert derzeit als Tauschbörse.

Alle Bewegungen in Datennetzen hinterlassen elektronische Spuren, die in diesem Fall relativ schnell zur Ermittlung eines Anbieters von kinderpornografischen Bildern führen würden.

Problematischer, aber nicht unmöglich, ist die Verfolgung von Tätern im Ausland. Der Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch und der Verbreitung kinderpornografischer Schriften ist ein international geschütztes Rechtsgut. Diese Delikte sind in fast allen Ländern der Welt verboten. Über Rechtshilfeersuchen an das jeweilige Heimatland des Täters wird versucht, die Ermittlungen durch die zuständigen Behörden in diesem Land weiterzuführen.

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Sexuelle Übergriffe an Kindern in Deutschland von Januar bis jetzt:

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