Deutschland
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Jahr
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Anzahl erfasster Fälle der Ordnungsnummer 1316
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2000
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100
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2001
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139
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2002
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206
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2003
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182
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2004
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182
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2005
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138
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2006
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106
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2007
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103
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2008
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81
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Im Verhältnis zu allen polizeilich erfassten Fällen „sexuellen Missbrauchs von Kindern §§ 176, 176a und 176b StGB“ (Ordnungsnummer 1310) ist dies ein kleiner Prozentsatz. So wurden im Jahr 2007 insgesamt 12772 Straftatbestände „sexuellen Missbrauchs von Kindern“ erfasst, darunter fielen 103 Fälle unter „schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zur Herstellung und Verbreitung pornographischer Schriften § 176a Abs. 3 StGB“. Es werden also die meisten (>99%) Kinder missbraucht, ohne dass dies zur Herstellung und Verbreitung pornographischer Schriften dient.
Zu beachten ist, dass es sich bei diesen Daten rein um die Anzahl der Straftaten handelt, die der Polizei bekannt wurden. Eine hohe Dunkelziffer muss angenommen werden.
Zur Veranschaulichung folgendes Diagramm:

(Quelle: MOGIS; www.mogis.wordpress.com)
Der innere Teil des Diagramms zeigt die Verteilung der Straftaten zur Herstellung und Verbreitung pornographischer Schriften, der äußere hellere Teil steht für die Verteilung aller Missbrauchsstraftaten.
Bei der Betachtung der Fälle "schweren sexuellen Missbrauchs zur Herstellung und Verbreitung pornographischer Schriften" (Ordnungsnummer 1316) fällt auf, dass fast so viele Jungen wie Mädchen betroffen sind. Besonders gilt dies in der Altersstufe von 6-14 Jahren. Dort wurden im Jahr 2007 44 Jungen und 59 Mädchen erfasst.
Dies läßt vermuten, dass durch die Dokumentation des Missbrauchs die Dunkelziffer bei männlichen Opfern deutlich geringer ist, als sonst üblich.
Die Opfer - Was sagen die Zahlen?
Anzahl der missbrauchten Kinder im Jahr 2007 nach Alter und Geschlecht:
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insgesamt
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Alleintäter
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polizeibekannt
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u. Alkohol
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|||
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1310
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10455
|
9826
|
94,00%
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4739
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45,30%
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888
|
8,50%
|
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1316
|
92
|
70
|
76,10%
|
37
|
40,20%
|
2
|
2,00%
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Anzahl der Täter aufgeklärter Missbrauchsfälle im Jahr 2007:
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insgesamt
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Alleintäter
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polizeibekannt
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u. Alkohol
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1310
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10455
|
9826
|
94,00%
|
4739
|
45,30%
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888
|
8,50%
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1316
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92
|
70
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76,10%
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37
|
40,20%
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2
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2,00%
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(Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2007, MOGIS www.mogis.wordpress.com)
Im Jahr 2007 wurden also 92 Fälle von „schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zur Herstellung und Verbreitung pornographischer Schriften“ aufgeklärt. Dabei handelte es sich in 76% um Alleintäter. 40% der Täter waren der Polizei als Verdächtige einer vorherigen Straftat bekannt und in nur 2 Fällen wurde unter Alkoholeinfluss gehandelt.
Die folgende Tabelle zeigt die Altersverteilung der Tatverdächtigen (2007):
1310 „Sexueller Missbrauch von Kindern §§ 176, 176a und 176b“
1316 „Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern zur Herstellung und Verbreitung pornographischer Schriften § 176a“
M=männlich, W=weiblich
(Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2007, MOGIS www.mogis.wordpress.com)
In welchem sozialen Verhältnis standen die Täter zu den missbrauchten Kindern?
Auch darüber gibt die „Polizeiliche Kriminalstatistik 2007“ Auskunft:
1310 „Sexueller Missbrauch von Kindern §§ 176, 176a und 176b“ (also alle polizeilich erfassten Fälle sexuellen Missbrauchs)
1316 „Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern zur Herstellung und Verbreitung pornographischer Schriften § 176a“
(Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2007, MOGIS www.mogis.wordpress.com)
Die Konsumenten
Seit 1993 sind nun endlich auch der Erwerb und Besitz von kinderpornographischer Schriften in Deutschland strafbar (§ 184b StGB).
Folgende Tabelle zeigt die polizeilich erfassten Fälle "Besitz/Verbreitung von Kinderpornographie gemäß § 184b Abs. 2 und 4 StGB" (Ordnungsnummer 1433 des Straftatenregisters):
(Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2000-2008)
Die "typischen" Konsumenten von Kinderpornographie sind erwachsene Männer. 2007 waren von den 8234 Tatverdächtigen 94% Alleintäter und über 21 Jahre, 92% waren männlich
(Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2007).
Daraus ist ersichtlich, dass die erfassten Fälle "Besitz/Verbreitung von Kinderpornographie" in den letzten 8 Jahren zugenommen hat. Die Fälle an "Verbreitung in bandenmäßigen Strukturen" (Ordnungsnummer 1432 des Straftatenregisters) ist im selben Zeitraum ungefähr gleich geblieben. Im Jahr 2000 waren es 110 Fälle, 2008 123. Nur im Jahr 2007 wurden 347 Fälle erfasst, eine einmalige Abweichung. Es kann also davon ausgegangen werden, dass sich die Marktstruktur bei der Verbreitung kinderpornographischen Materials nicht geändert und eine weitere Kommerzialisierung nicht stattgefunden hat.
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