Neue Plattform „UeberlebendenNetz“ geht online

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IngoF
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Neue Plattform „UeberlebendenNetz“ geht online

Beitrag von IngoF » So 4. Okt 2020, 13:44

Gemeinsam gegen sexuelle Gewalt

Das Hilfesystem für Betroffene sexueller Gewalt ist unübersichtlich und viele Betroffene aber auch Experten wünschen sich eine engere Vernetzung untereinander. Neben Beratungsstellen und Vereinen gibt es viele Selbsthilfegruppen und private Initiativen. Alle kämpfen für das Gleiche und doch wird dabei viel Energie verschwendet, denn gemeinsam könnte man so viel mehr erreichen.

Das soll sich nun ändern. Die beiden gemeinnützigen Vereine WhiteIT e. V. und gegen-missbrauch e. V. gründen die Internet-Plattform „https://uenetz.de/“. Uenetz ist die Abkürzung für Ueberlebendennetz, also einem Netzwerk für Überlebende. Betroffene nennen sich selbst oft „Überlebende“, allein schon, um keine „Opfer“ mehr zu sein. „Wir möchten eine Brücke zwischen den Menschen bauen, die Unterstützung suchen oder sich vernetzen möchten und denen, die Unterstützung und Expertise anbieten“, erklärt Ingo Fock, 1. Vorsitzender von gegen-missbrauch e. V. Er ist selbst einer dieser „Überlebenden“ und arbeitete viele Jahre als Betroffenenvertreter im Fachbeirat beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM). Fock hatte auch die Idee zur neuen Plattform, die Betroffene und Hilfebietende vernetzen soll. Mit dem Verein WhiteIT e.V. fand er einen strategischen Unterstützer und mit finanzieller Hilfe der Techniker Krankenkasse konnte das Projekt realisiert werden.
Auf https://uenetz.de/ können sich Nutzer anonym oder auch mit Realnamen anmelden, selbst ihre Projekte, Ideen, Musik oder Bücher vorstellen oder sich an Projekten beteiligen. Vereine und Experten haben die Möglichkeit, sich vorzustellen, für bestimmte Aktionen zu werben oder auch Blogartikel rund um das Thema zu verfassen. Die Initiatoren erhoffen sich auf diese Weise, Platz für neue Symbiosen und mehr Zusammenschluss zu schaffen. „Ein paar erste Nutzer, die sich für Überlebendennetz begeistern, bringen schon spannende Themen mit: eine Autorin möchte ihr eigenes Buch vorstellen, ein junger Mann arbeitet seine eigene Geschichte mit Youtube-Videos auf und auch Petitionen und Studien finden ihren Platz.“, erläutert Fock. Ab sofort ist die Plattform für alle geöffnet.

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