Prävention für Angehörige und Pflegekräfte

  • Jede Gewalthandlung darf nicht "vertuscht", "übersehen" oder als "nur einmalig" abgetan werden.
  • Eine Gewalthandlung muss mit weiteren Unterstützern oder im Team offen an- und besprochen werden und alle Beteiligten in weitere Vorgehensweisen verantwortlich einbezogen werden.
  • Es gibt keine "richtige" oder "falsche" Lösung.
  • Enthaltung jeder direkten oder indirekten Beschuldigung, den Pflegebedürftigen für sein eventuell auffälliges Verhalten verantwortlich zu machen.
  • Die Klärung der "Schuldfrage" führt nicht weiter.
  • Grundsätzlicher Verzicht auf körperliche Gewalt und auf Demütigung sowie Kränkung
  • Verzicht auf "Recht haben"
  • In Konfliktfällen Angebote zur Versöhnung machen.
  • Notwendig ist, dass alle an der Lösung einer kritischen Situation arbeiten, bei der Beteiligte ihr "Gesicht wahren" können.
  • Erkennen und vorzeitig abwägen, dass ein Pflegebedürftiger oft aus Hilf- oder Sprachlosigkeit und Angst gewalttätig wird und sich so präventiv selber schützen.
  • Notwendige Autorität gegenüber Verhaltensstörungen soll ohne körperliche oder seelische Gewalt durchgesetzt werden.
  • Ohne Respekt, Liebe und Wahrung von Würde ist keine Beziehung tragfähig.

Quelle: Prävention statt Gewalt– Überforderung von Angehörigen verringern -von Rolf D. Hirsch

Sowie:

  • Zeitiges Er- und Anerkennen der eigenen physischen und psychischen Grenzen.
  • Auch loslassen und "abgeben" können. Externer Hilfe (z.B. Pflegedienst) eine Chance geben.
  • Bei anhaltenden Konflikten Hilfe von außen holen (z.B. Pflegeberater, Familientherapeut)

nach oben Seite drucken