Seit vielen Jahren wenden sich Menschen an gegen-missbrauch e.V., die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt erfahren mussten. Hinter jeder Anfrage steht eine persönliche Geschichte, oft verbunden mit großem Leid, aber auch mit dem Wunsch nach Unterstützung, Anerkennung und Stabilität.
Gerade deshalb sind verlässliche Hilfesysteme für Betroffene so wichtig. Der Fonds sexueller Missbrauch ist für viele nicht nur eine finanzielle Hilfe, sondern ein Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung gegenüber dem erlittenen Unrecht.
Umso aufmerksamer verfolgen wir die politischen Entwicklungen in diesem Bereich. Bei der Bundespressekonferenz am 18.11.2025 zum Thema „Herausforderungen im digitalen Kinder- und Jugendschutz“ kündigte Frau Ministerin Karin Prien an, bis Januar eine Lösung zum Fonds sexueller Missbrauch vorzulegen. Sie verwies dabei auch auf einen entsprechenden Auftrag des Haushaltsausschusses und stellte eine gesetzliche Regelung in Aussicht.
Für Betroffene bedeutet jede Verzögerung oder Unklarheit neue Unsicherheit. Viele sind auf diese Hilfen angewiesen und brauchen Klarheit darüber, wie es weitergeht.
Daher haben wir eine Anfrage an die zuständigen Stellen gerichtet. Wir möchten wissen,
- wie die angekündigte Lösung konkret aussehen wird,
- ob ein Referentenentwurf veröffentlicht wird und
- ob eine Verbändeanhörung geplant ist.
Unser Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und die Perspektive der Betroffenen einzubringen. Unterstützung darf kein ungewisses Versprechen bleiben.
Sobald uns neue Informationen vorliegen, werden wir sie hier veröffentlichen.
Die Anfrage im Original